Ratatouille

Aus dem Buch «Das Glück der einfachen Küche» von Malte Härtig und Jule Frommelt

Das Gericht lebt von der Vielfalt und vom gleichmäßig feinen Schnitt des Gemüses. Deshalb können die einzelnen Bestandteile in Menge und Sorte variiert werden. Als ich das Gericht kennenlernte, waren Thymian und Rosmarin fast noch exotische Kräuter. Heute stehen sie auf jeder Küchenfensterbank. Was darf es also sein? Majoran, Zitronenthymian, Basilikum, Minze oder die beiden oben genannten klassischen Kräuter? Das Ratatouille ist völlig offen für Ihren persönlichen Stil.

Je 100–150 g Gemüse zu gleichen Teilen:
Aubergine
Paprika (gelb, rot oder grün, je nach Geschmack)
gelbe und/oder grüne Zucchini (wobei ich die gelbe feiner finde)
Tomate
Zwiebel (mild, rot oder Schalotte)
Knoblauch, je ½ –1 Zehe pro Gemüse
Zitronensaft, je 1–2 TL pro Gemüse
frische Kräuter (z. B. Majoran, Thymian oder Minze), je 1–2 Zweiglein pro Gemüse
Öl zum Braten
Salz und Zucker zum Abschmecken

So geht’s: Die Gemüse in Fingernagelgröße würfeln. Je feiner die Würfel, desto feiner der Geschmack. Jedes Gemüse separat nacheinander in einer Pfanne in Öl anbraten. Ich mag das gerne, auch wenn es dauert, denn so kann ich mich darauf jeweils gut einlassen. Den Knoblauch mit dem Messerrücken oder Handballen andrücken und mit in die Pfanne geben. Nach 1–2 Minuten mit Salz, Zucker und dem Zitronensaft abschmecken. Den Deckel auf die Pfanne setzen und das Gemüse im eigenen Saft garen. Auberginen gebe ich eine mittlere Hitze und mehr Zeit, ebenso Paprika, die unter dem Deckel etwas schmelzender werden dürfen. Die Zucchini hingegen brate ich kurz bei hoher Hitze, denn ich schätze ihren Biss. Sie sind dann außen braun und innen saftig.

Kurz vor dem Garende die Kräuter auflegen und warm werden lassen. Die gegarten Gemüse in einer Schale am besten mit den Händen vorsichtig mischen, sodass sich die Säfte verbinden, die Gemüse aber nicht zermatscht werden. Sie können gerne dabei etwas auskühlen, so nimmt man mehr von ihrem Geschmack wahr. Das Ratatouille schmeckt warm oder auch gekühlt, kann auch gut einen Tag ruhen.
 

Das Rezept stammt aus unserem Buch «Das Glück der einfachen Küche» von Malte Härtig und Jule Frommelt.

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Foto: Jule Felice Frommelt