Zitruslimonade

Aus dem Buch «Apfelduft & Heidelbeerblau» von My Feldt

Wenn die Natur uns einschränkt, hat das, was sie uns schenkt, einen besonderen Wert. Im Februar, wenn die Erde kalt und hart ist und es keine frischen heimischen Zutaten gibt, haben die wunderbaren Blutorangen Saison. Die Moro-Blutorange mit dem feuerroten Inneren gedeiht natürlich an den trockenen Hängen des Vulkans Ätna auf Sizilien. Ihre Saison ist kurz, zwischen Dezember und März, je nach Wetter ein paar Wochen früher oder später. Jede sieht etwas anders aus und changiert von Gelb bis Rot. Die rote Farbe entsteht durch grosse Temperaturdifferenzen von etwa 15 Grad zwischen Tages- und Nachttemperatur. Um diese Schwankungen zu überstehen, produziert die Frucht einen Stoff (Anthocyan), der ihr auch die rote Färbung verleiht. Es gibt verschiedene Sorten von Blutorangen, und sie reifen kurz nacheinander. Am Anfang der Reifezeit jeder Sorte sind die Früchte eher gelb und gegen Ende stärker rot gefärbt. Ich freue mich das ganze Jahr über auf diese Limonade. Dafür kann man den Saft verschiedener Zitrusfrüchte beliebig mischen; ich finde einen Teil

Orangensaft und einen Teil einer Mischung von Zitronen- und Limettensaft besonders ausgewogen. Wenn Sie nur Orangen verwenden, wird die Limonade zu süss.

 

Ergibt etwa 1½ Liter

 

1 L frisch gepresster, durchgesiebter Zitrussaft

(z. B. von Limetten, Zitronen, Orangen, Blutorangen)

1 Kg Zucker

 

1. Zitrussaft und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren erwärmen, bis der Zucker geschmolzen ist.

2. Den Saft auf 85 Grad erwärmen und diese Temperatur 15 Minuten halten (pasteurisieren). Schaum abschöpfen.

3. Den warmen Saft in sterilisierte Flaschen füllen (siehe Seite 269). Ungeöffnet dunkel und kühl gelagert, hält er sich etwa 1 Jahr. Geöffnete Flaschen im Kühlschrank aufbewahren. Mit 8–10 Teilen Wasser verdünnen.

 

Foto: Linda Lomelino