Niderbauen Chulm - Grossartige Tiefblicke vom Aussichtsbalkon hoch über dem Vierwaldstättersee

Aus dem Buch «Zürcher Hausberge» von Remo Kundert und Marco Volken.

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Marco VolkenRemo KundertT3Zentralschweiz

Gipfel
Niderbauen Chulm (1923 m)

Charakter
Eine der ungewöhnlichsten Routen der Region: Mittels Höhlenleiter wird eine abschreckende Felswand umgangen. Ein Bravourstück der früheren Wegbauer.

Schwierigkeit
T3+. Nach dem Lauweli steiler Wegverlauf. Zuerst helfen Eisenstifte über eine Felsbarriere hinweg, dann führt eine Leiter durch eine erweiterte Höhle, und weiter geht’s im Zickzack über eine sehr steile Grashalde hinauf. Nichts für nasse Tage!

Wanderzeit
Gesamte Wanderzeit: 4¼ Std.
Seelisberg Geissweg–Weid: 1¾ Std.
Weid–Niderbauen Chulm: 1¾ Std.
Niderbauen Chulm–Station Niderbauen: ¾ Std.

Höhendifferenz
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 390 m

Ausgangspunkt
Seelisberg, Haltestelle Geissweg (792 m) Anreise mit Postauto ab Bahnhof Stans

Endpunkt
Bergstation Niederbauen (1570 m)
Rückreise per Seilbahn (Telefon 041 620 33 40, www.niederbauen.ch) nach Emmetten und ab Haltestelle Post (754 m) mit Postauto zum Bahnhof Stans

Route
Von der Postautohaltestelle Seelisberg Geissweg den Feldweg hinunter zum Seeli (737 m) und quer über den Campingplatz am Wijer vorbei zur Talstation der Seilbahn Brunni–Weid. Dort kurz auf der Teerstrasse, bis rechts ein Wanderweg abzweigt, der in Kehren zu P. 869 ansteigt, dann an einem Sendemast, an P. 997 und an den schönen Ebenen von Wipflis Wichel und Haltenen vorbei zur Weid (ca. 1290 m) führt. Vom Gasthaus zum grossen Stall und auf 1300 Metern in den Weg einbiegen, der über die Weide und zunehmend steil zum Lauweli (1528 m) leitet. Hier an grossen Steinblöcken vorbei ein Schotterfeld oberhalb der Alp queren und auf den markanten Einschnitt links unter dem Niderbauen Chulm zusteuern. Eisenstifte helfen, einen ersten, 1,5 Meter hohen Felsaufschwung elegant zu erklimmen. Darauf leitet eine Eisentreppe zu einer Höhle hinauf. Durch diese führt eine rund 20 Meter hohe geneigte Metallleiter zum Graskännel, durch den sich eine gute Trittspur im Zickzack zum Sattel vor P. 1883 emporwindet. Nun in wenigen Minuten rechts hinauf zum Niderbauen Chulm. Vom Gipfel zurück in Richtung P. 1883, kurz davor hält man aber westwärts und kommt über Weiden hinunter zur Tritthütte (1604 m, Restaurantbetrieb). Weiter zur Bergstation der Seilbahn nach Emmetten.

Varianten

– Talabstieg: Von der Tritthütte hinunter zum Stäckenmattboden, weiter über Hohberg auf markiertem Wanderweg ins stark eingeschnittene Choltal und auf dem Fahrsträsschen zur Postautohaltestelle Emmetten (Mehraufwand 2 Std.).
– Verlängerung: Aufstieg ab Rütli (Restaurant) auf recht steilem Zickzackweg nach Oberdorf, dann linkshaltend am Breitacher und Waldweidli vorbei zur Talstation der Seilbahn Brunni–Weid, wo man auf die Originalroute trifft (Mehraufwand 1¼ Std.).
– Abkürzung: Mit Seilbahn Brunni–Weid hinauf (Zeiteinsparung 1¼ Std., Telefon 041 820 15 17).

Unterwegs einkehren
Seelisberg: Strandbad/Camping Seeli, Telefon 041 820 35 96, www.seelisberg.com
Alpbetrieb Weid, Telefon 079 752 28 18, www.alp-weid.ch
Tritthütte, Telefon 079 435 30 46, www.alptritt.ch
Hüttenbeizli Tritt, www.tritt.ch
Berggasthaus Niederbauen bei der Bahnstation, Telefon 041 620 23 63, www.niederbauen.ch
Emmetten: einige Restaurants

Karten
Landeskarte 1:25 000, 1171 Beckenried
Landeskarte 1:50 000, 245 Stans

Weiterlesen
José Amrein: Vom Leben der Urner Älpler, Verlag Gisler, Altdorf 2002

Foto: Marco Volken & Remo Kundert

Kartenausschnitt: Atelier Guido Köhler & Co., Binningen

Photo